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Gstadt / Gollenshausen
oben: Gstadt; unten: Gollenshausen

Gstadt-Gollenshausen

Ob im Sommer oder im Winter: die Gemeinde Gstadt-Gollenshausen eignet sich für alle Altersgruppen und zu jeder Jahreszeit für einen Besuch. Wer sich einfach nur erholen möchte, findet hier die ersehnte Ruhe, und wer sportliche Betätigung sucht, dem steht eine breite Palette an Möglichkeiten zur Verfügung: Radl fahren, Walking, Spazieren gehen oder Bergwandern, Badespaß und Wassersport im Sommer und Snowboarden, Ski-, Schlittschuh- oder Schlittenfahren im Winter am See oder in den nahe gelegenen Wintersportgebieten. Paradiesisch entspannen lässt sich's bei den vielfältigen Wellnessangeboten und in Bädern und Thermen, Herausforderungen warten beim Klettern, Paragliding oder Surfen - und die gastfreundlichen Einheimischen und das bunt gemischte, gastronomische und kulturelle Angebot tragen ihr Übriges zur Beliebtheit des Chiemgaus und seiner Gemeinden bei. Gstadt-Gollenshausen liegt direkt gegenüber der Fraueninsel am Chiemseeufer und umfasst die beiden Ortsteile Gstadt und Gollenshausen und weitere 13 kleine Weiler und Einöden.

Chiemsee

Chiemsee

Der Chiemsee ist mit 84 km² der größte bayerische See und wird im Volksmund "Bayerisches Meer“ genannt. Er gilt als schönster Badesee Deutschlands, liegt im Voralpengebiet, sanft eingebettet zwischen Hügeln und hinter sich das herrliche Panorama der Chiemgauer Alpen. Seine Inseln, die Fraueninsel sowie die Herreninsel mit dem berühmten Schloss Herrenchiemsee, sind touristische Höhepunkte und beide mit dem Schiff von Gstadt aus in ca. 10 Minuten oder im Rahmen einer Chiemseerundfahrt zu erreichen.

Fraueninsel

Fraueninsel

Die Fraueninsel ist die kleinere der beiden Inseln und in ca. 20 Minuten zu umgehen. Sie ist dicht besiedelt, wobei die "Insulaner" vorwiegend von Fischerei, Gastronomie, Kunsthandwerk und Vermietung leben. Das Zentrum der Fraueninsel ist die ca. 1200 Jahr alte Abtei Frauenwörth mit ihrer Klosterkirche und der karolingischen, mit Wandmalereien versehenen Torhalle, die als Museum der Chiemseemaler dient. Das Kloster ist ein beliebter Veranstaltungsort für Seminare und Workshops. Im "Klosterladen" erhält man Hausgemachtes aus Kräutern, den bekannten Klosterlikör, sowie Marzipan und Lebkuchen, und passende Souvenirs. Auf der Fraueninsel finden Sie ein breit gefächertes, gastronomisches Angebot: ob in einem der ältesten Gasthäuser Bayerns oder in einem der zünftigen Fischer-Gärten - auf Sie wartet ein schönes Plätzchen auf der Insel, denn davon gibt es mehr als genug.

Herreninsel

Herreninsel

Ein Ausflugs-Höhepunkt des Chiemgaus ist die Herreninsel mit dem weltbekannten Schloss Herrenchiemsee, das der Bayernkönig Ludwig II. am Ende des 19. Jahrhunderts als Nachbildung von Schloss Versailles erbauen ließ. Ob Sie romantisch mit der Kutsche von der Schiffsanlegestelle, dem Augustiner-Chorherrenstift und den Gemäldegalerien zum Schloss fahren oder zu Fuß durch die Alleen 'schreiten', es gibt genügend Anlass zum Staunen: königliche Parkanlagen mit glitzernden Wasserspielen und barocke Pracht mit Spiegelsaal und Prunkräumen entführen Sie in die Welt des Märchenkönigs.

Berge

Berge

Zwischen den Flusstälern von Traun und Prien erstrecken sich die Chiemgauer Berge mit den weithin sichtbaren Gipfeln des Hochfelln, Hochgern, der Hochplatten und der Kampenwand und den dahinter liegenden Bergstöcken des Geigelsteins und des Kaisergebirges. Die Chiemgauer Berge gelten seit jeher mit ihrem Kontrast zu Seen und Moorlandschaften als besonders erlebnisreiche und vielfältige Berglandschaft und bieten immer noch unberührt wirkende Bergwälder, romantisch rauschende Bachschluchten, anmutige Bergwege und freie Gipfel mit prächtigen Aussichten.

Brauchtum

Brauchtum

Im Chiemgau gehen Brauchtum und Moderne Hand in Hand und auch selten gewordene Handwerke wie die Federkielstickerei, die Herstellung von Trachtenhüten oder auch Korbbinden leben hier weiter. In unmittelbarer Nachbarschaft von Gstadt, in Frieberting, produziert die Weberei Höfer hochwertige Trachten- und Dirndlstoffe nach selbst entwickelten Dessins in der eigenen Weberei. Der sommerliche Veranstaltungskalender der Trachten- und Traditionsvereine rund um den See ist gefüllt mit Festterminen und was die Blasmusikkapellen und die Gstanzl- und Tanzgruppen der Trachtler zu bieten haben, kann sich hören und sehen lassen.

  • Geschichte
  • Geschichte

Geschichte

Die frühesten Besiedlungsspuren, wie Gebrauchsgegenstände oder Überreste von Pfahlbauten, gehen auf die Stein- und Bronzezeit von 5000 - 500 v. Chr. zurück. Die Funde können im Bedaium-Museum in Seebruck und im Museum in Traunstein angeschaut werden. Mit der Eisenzeit gewannen auch Salzgewinnung und Salzhandel an Bedeutung, die bäuerlichen Großbetriebe nahmen zu und schließlich wurde der Chiemgau in die römische Provinz Noricum eingegliedert. Im Mittelalter besiedelten die von der Elbe stammenden Bajuwaren das Land, deren Bestattungsrituale wir interessante Gräberfunde verdanken. Gollenshausen ("Golduneshusa") wurde 924 erstmals urkundlich erwähnt und Gstadt 1168 - vom "Gestadte“ legten die Boote zur Überfahrt nach der Fraueninsel ab. Die St. Simon- und Judas Kirche von Gollenshausen stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist mit Fresken an der südlichen Außenwand versehen. Die ersten touristischen Gäste kamen zu Beginn des 19.Jhd. mit der Postkutsche von München und gingen das letzte Stück von Weisham bis nach Gstadt zu Fuß. Vor allem Kunstmaler der Münchner Schule, wie Max Haushofer, hatten ihre "Sommerfrische“ entdeckt, aber auch Dichter und Schriftsteller wie Felix Dahn, Steinheil oder Eugen Ortner. Durch die Jahrhunderte blieben Gstadt, Gollenshausen und vor allem die 13 Weiler, die heute zum Gemeindegebiet gehören, der Landwirtschaft treu und die Ansiedlung größerer Industriebetriebe konnte vermieden werden - und so soll es auch bleiben.